Sonntag, 5. März 2017

Mein zweites Wochenende in Korea: Chinatown + Seoul Tower + Racoon Café (03.03. - 05.03.)

Hallo meine Lieben, wie versprochen erzähle ich euch heute, was ich dieses Wochenende so erlebt und gemacht habe.
Fangen wir also mit Chinatown an. Am Freitag (früherer Nachmittag) hatte ich mich mit noch 3 anderen getroffen um das in Incheon befindliche Chinatown anzusehen, welches mit der Bahn circa 10 Minuten von unserer Station entfernt lag. Gesagt, getan. Hier sind ein paar Bilder, die ich geschossen habe, während wir dort die Straßen entlanggegangen sind:














 Ich war ziemlich überrascht, denn "ChinaTOWN" war nicht wirklich eine TOWN, sondern eher 3 normale Straßen und ein paar Gassen. Klar, war alles niedlich und so schon anders aus, als die Häuser, die bei mir so vor der Tür stehen, aber dennoch hatte ich irgendwie gedacht, dass Chinatown größer wäre und beeindruckender. Naja, also beeindruckend war eine Sache schon, das kann man nicht abstreiten: die Preise für Essen! Denn wie immer hatten wir Hunger und wollten eigentlich in einem chinesischen Lokal essen, aber als wir schon von außen die Preise für die Gerichte gesehen hatten... da verschlug es uns ja schon fast die Sprache und wir entschieden uns letztenendes doch für den kleinen koreanischen Laden, wo wir Bibimbap aßen. 
Nach unserer Erkundungstour durch dem Incheoner Chinatown sind wir dann auch wieder zur Station "Inha University" gefahren, dort, wo wir wohnen, um uns für den Abend fertig zu machen. Schließlich stand nicht nur die Welcome Party der Universität an, sondern wir hatten auch geplant die Nacht feiernd in Seoul zu verbringen, wo für internationale Studenten eine fette Party geschmissen wurde. Um kurz vor 18:00 Uhr bin ich somit wieder in zum Campus der Uni gelaufen, wo in der ISL (International Student Lounge) die Party stattfand. Dort angekommen wurden meine Augen ganz groß: es gab frittiertes Hühnchen (so wie große Chicken Nuggets), Donuts, Getränke und PIZZA! Ich habe mir gleich 2 Stücken genommen, doch als ich dann einen nähreren Blick drauf warf... habe ich gesehen das dort Kartoffeln und Möhren auf der Pizza waren! Ungewöhnlich! Aber gegessen hab ich es natürlich trotzdem und so schlecht fand ich es gar nicht - lecker! Der Raum füllte sich langsam mit mehr und mehr Menschen und es herrschte eine angenehm lustige Stimmung. Man unterhielt sich herzlich (und vielleicht auch einn bisschen zu laut), aber es hat viel Spaß gemacht. Höhepunkt war dann kurz vor Ende die Lotterie, die die koreanischen Studenten organisiert hatten. Es wurden Lose verteilt und dann natürlich per Losung auch die Gewinner ermittelt... aber ich war nicht dabei, na egal! Glück in der Liebe, mehr brauch ich nicht! 
Als dann gegen 20:00 Uhr die Welcome Party für beendet erklärt wurde, machte sich langsam aber sicher eine riesig große Gruppe an Studenten zur Bus und Bahnstation um nach Seoul zu fahren, ich natürlich auch mitten drin. 

Bei dem Anblick freut sich meine Mutti bestimmt - Fratzen ziehen ist schon immer mein Ding gewesen.^^
Wir fahren Bahn! Yeah yeah!
Nach der etwas mehr als zweistündigen Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (da wir so viele Leute waren und somit auch nicht immer überall gemeinsam reinpassten + ein Koreaner, der uns den Weg weisen wollte, anscheinend gar keine Ahnung hatte von dem was er tat), kamen wir dann endlich im Seouler Stadtviertel Itaewon an, wo die Party stattfinden sollte. Schnell hatten wir den Club gefunden, wo man die Karten für den Abend erwerben konnte - für  15.000 Won erhielt ich ein Armband welches mir Zutritt zu 3 Clubs und ein Freigetränk ermöglichte. Und dann warfen wir uns in das Nachtleben!
Itaewon bei Nacht
Bevor wir in den zweiten Club gegangen sind - und ja Mama, ich weiß - ich hab da ne Laufmasche... ich weiß auch nicht wo die herkam. :(

Das hier war vor der Wand/ die Wand (?) des Clubs, wo wir unsere Armbänder geholt hatten. Da hat wohl jemand fleißig Soju getrunken!
Susanna und ich mit unserem Freigetränk - ich bin ein Looser, denn ich habe Ananassaft bestellt und nichts mit Alkohol.
Parteeeeey!
Da wir diesmal kein Hostel oder ähnliches gebucht hatten hier es an diesem Abend für uns: die Nacht zum Tag machen und erst am Samstag mit der ersten Bahn wieder Richtung Bett fahren! Und puuuuh, das war ganz schön anstrengend und ich muss wirklich gestehen, dass ich die letzten beiden Stunden im Club echt nicht mehr konnte... und wieder bestätige ich mich selber: ich bin keine Party-Maus! Gegen 4:00 - 4:30 Uhr waren dann auch viele andere einfach nur fertig und wir gingen dann noch zum immer geöffneten KFZ um etwas zu essen und die restliche Zeit bevor die Bahn kam zu vernichten. Diesen Gedanken hatten auch viele andere, der KFC war rappelvoll. Aber zum Glück hatten wir noch einen Platz für uns gefunden und so ruhten wir uns ein wenig aus. Vor allem für mich war das echt gut, denn ich hatte durch den ganzen Rauch im Club so schrecklich husten müssen, dass ich kaum noch eine Stimme hatte. Sowas kenne ich gar nicht von mir, aber ja, die Stimme war erstmal futsch. 05:38 Uhr kam dann unsere Bahn nach Incheon und es war noch nie so still, alle haben versucht zu schlafen oder sich zumindest auszuruhen. Jedoch sind wir dann, auf Rat einiger Koreanerinnen,  auf einen Bus umgestiegen, der zwar länger unterwegs war, aber uns letztlich bis an unser Ziel brachte... finally, um circa 7:40 Uhr am Samstag fiel ich dann ins Bett. Ich bin weggeratzt wie noch nie.
Durch mein so spätes (oder eher frühes?) zu Bettgehen war demnach auch mein Samstag zeitlich völlig vorbei, denn da ich erst gegen 17:30 Uhr aufgewacht bin, war der Tag selbst ja schon mehr oder minder gelaufen. Update zu der Stimme: sie ist nun völlig weg und wenn ich versuche zu sprechen kommt nur ein leises flüsterndes Hauchen heraus... oh man! Viel habe ich dann an dem Tag auch nicht mehr gemacht, meine 2 deutschen Mädels kamen noch vorbei und brachten mir Halsbonbons, dann sind wir noch kurz raus und haben etwas zu Essen für uns geholt und dann ging es gleich wieder zu mir, wo wir dann aßen und bis spät Abends erzählten. Alles ganz entspannt und chillig, das muss ja auch mal sein! 
Am Sonntag hatten wir nämlich schon wieder große Pläne: wir wollten nach Seoul um dort den Seoul Tower zu sehen und in ein Racoon Café gehen! Unsere Gruppe traf sich also vormittags und machte sich wieder los in Richtung Hauptstadt. Kurz eine Pause in einem Café gemacht - erstmal "frühstücken" - und dann sind wir los zum Seoul Tower. Auf dem Weg dorthin (der durch die vielen zu überwindenden Höhenmeter echt kein Spaß war) sind wir durch einen kleinen Park gegangen, den ich sehr schön fand.

Außerdem haben wir die deutsche Botschaft mit dem Berliner Bär entdeckt!

Bedingt durch mein schrecklich nerviges Husten und dementsprechend auch meine Unlust den weg hoch zum Tower zu Fuß zu bestreiten, hat sich die Gruppe aufgeteilt und einige sind, wie ich, mit einer Gondel hoch zum Tower gefahren.


Oben angekommen fanden wir auch recht schnell den Rest unserer Truppe. Dann noch schnell Karten für den Seoul Tower gekauft und schon sind wir rein gegangen in die gute Stube. Drinnen befanden sich viele kleinere Stores, unter anderem auch ein Hello Kitty Laden, den ich einfach fotografieren musste!
Der Seoul Tower (eine Art Aussichtsplattform, die über ganz Seoul blicken lässt)


Der unglaublich süßteste Laden auf der Welt!!!
 Nach einem kleinen Eintrittskarten-Check wurden wir dann in einen Fahrstuhl gepresst (Mama, Papa - genauso wie im Fernsehturm in Stuttgart!), der während er hochfuhr an der Decke ein kleines Video abspielte. Oben angekommen war man erstmal richtig baff! Wie hoch wir eigentlich sind! Man hat gar nicht bemerkt, wie hoch der Berg ist, auf dem dann dieser Turm steht! Hammermäßig!
Leider war es aber etwas neblig und was ich als viel schlimmer empfand: die Fenster waren ziemlich dreckig, was das Schießen von guten Fotos echt schwierig machte. Jedoch habe ich es trotzdem versucht, um den Moment festzuhalten:







Besonders cool/ interessant (oder angsteinflößend?) fand ich vor allem die Toiletten dort oben. Denn wie ihr gleich sehen werdet war dort eine ganze Wand nur aus Glas. Was 'ne Aussicht beim Geschäft verrichten, haha!

Nachdem wir unseren Rundgang auf höchster Höhe beendet hatten und mit dem Fahrstuhl wieder nach unten gekommen waren, durften wir dann auch wieder den Hügel/ Berg absteigen, auf dem sich der Turm befand. Dabei habe ich auch ein paar Bilder gemacht:




Unser nächstes Ziel des Tages war dann noch das Racoon Café, welches wir etwas später nach einem größeren Spaziergang erreichten. Ich war so aufgeregt - ein Waschbär Café wo man diese kleinen knuffigen Wesen streicheln kann! Woooohoooo! Schnell hatten wir unsere Getränke bestellt und einen Platz gesucht. Und da waren sie, in einem extra Raum, die kleinen Waschbären! :3
Wichtig! Hier galten besondere Regeln, was ich aber gut fand, schließlich wollen Tiere auch nicht permanent belästigt werden.



Sie hatten insgesamt 2 "normale" und einen weißen Waschbären!





Die 3 haarigen Freunde waren ziemlich faul und haben sich immer zwischen die Rohre geklemmt und dort gechillt, aber sie waren dabei so unglaublich niedlich und ihr Fell ist sooo weich! Wenn man ihnen Futter hingehalten hat, dann haben sie auch richtig danach gegriffen und die kleinen Pfötchen haben sich sooo niedlich angefühlt! Oooooh! Ich hätte dort einziehen und für immer leben können!
Doch dann war es schon recht spät geworden und wir mussten wieder nach Hause, schließlich steht ja morgen Uni an und deswegen (natürlich NUR deswegen) sind wir ja hier.

Somit verabschiedet sich eine stimmlose aber unglaublich glückliche Isabelle von euch!
Bis zum nächsten Mal!

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