Sonntag, 19. März 2017

Die Zeugen sind da - Kino in Korea - Bukchon Hanok Village (13.03.-19.03.)

Und schon wieder ist eine Woche rum und ich sitze an meinem PC und berichte euch, was ich so erlebt habe. Dabei muss ich gestehen, dass unter der Woche wirklich herzlich wenig passiert, da die Uni die komplette Zeit einnimmt, aber hey, dafür mach ich am Wochenende umso mehr!
Um euch nicht allzusehr mit dem ewig gleichem Trott zu langweilen, schreibe ich nur dass, was zusätzlich zu den immer anstehenden Vorlesungen/ Bibliotheksbesuchen/ Vorbereitungen und Hausaufgaben passiert ist.
Am Montag zum Beispiel war ich zum Abendessen mit meinen Leuten in einem kleinen Restaurant, dass "Cheese that loves Jjimdak" heißt, essen. Und jaaaa - es gab Käse! Das erste Mal wieder richtig leckerer geschmolzener Käse seitdem ich hier bin! Und das Zeug war so lecker, das glaubt ihr kaum. Wir haben 2 mal eine "kleine Portion" bestellt (wohlbemerkt waren wir 6 Leute) und wir waren danach soooo voll, wir haben es kaum geschafft aufzuessen.


So verdammt lecker! Das sind Nudeln, Fleischstücke, Dumplings, Gemüsescheiben und alles mögliche in einer leckeren Soja-Soße eingelegt und dann überbacken mit Käse! YUMMY! Am Ende mischt man das Ganze dann noch mit Reis, boah, der absolute mega Hammer, ich sag es euch!

Am Dienstag (und Donnerstag) haben uns, als wir von einer Vorlesung kamen und über den Campus liefen, die Zeugen Jehovas über den Weg. Eine alte Frau und eine jüngere - beide hatten perfektes Englisch. Am Anfang wussten wir gar nicht was sie wollten, aber als wir dann ne Karte bekommen hatten... da war es dann doch schon wieder klar wie Kloßbrühe. Die Zeugen auf dem Campus - damit hätte ich echt nicht gerechnet. Schleichen die hier einfach rum. :D


Aber keine Angst, ich bin und bleibe Atheist.
Außerdem waren Marvin und ich am Dienstag noch im Copy Shop - auf geheimer Mission. Wir wollten nämlich ein Buch kopieren lassen, weil wir es nicht kaufen wollten und das Kopieren deutlich günstiger ist. Ja - komplette Bücher kopieren in Korea ist illegal und ja - es machen trotzdem alle, um den hohen Kosten aus dem Weg zu gehen. Gesagt - getan. Am Freitag konnten wir dann das Buch abholen.
Am Mittwoch hatte ich wie immer eeeeeeewig lange Vorlesungen, so wie jeden Mittwoch. Aber obwohl ich so lange in den Räumen saß und aufpassen musste hatte ich es doch noch in meiner Freizeit geschafft meine Unterkunft für Rumänien zu buchen ( an die, die es noch nicht wissen: im August fliege ich nach Rumänien und werde dort bis Oktober in einer Marketing Abteilung arbeiten). Somit werde ich dort schonmal nicht unter der Brücke schlafen müssen, yay. :D Am Abend sind wir dann noch mit einer etwas größeren Gruppe zu "A Wayside Chicken" gegangen, ein Ort wo man 2 Sachen kaufen kann: Bier und Hühnchen. 
Ein Schnappschuss aus dem Hühnchen-Paradies
Donnerstag hatten ich für den Abend einen schönen Plan: ab ins Kino! In einer kleineren Gruppe sind wir dann mit dem Bus nach Juan gefahren um dort im Kino "Die Schöne und das Biest" zu sehen. Ich glaube zum Film selbst brauche ich nicht viel sagen, aber vielleicht kurz etwas zum koreanischen Kino. Hier ist es nämlich so, dass alle nicht in Korea produzierten Filme in Originalversion abgespielt werden, dass heißt auch in der jeweiligen Sprache (meistens ja Englisch). Für die Zuschauer werden dann unten in Koreanisch Untertitel eingeblendet. Lediglich die animierten Kinderfilme werden synchronisiert, die die kleinen ja noch nicht lesen bzw. noch nicht so schnell lesen können. Verrückt oder? Da bin ich schon dankbar, dass in Deutschland alles synchronisiert wird, ich will ja schließlich den Film sehen und nicht Untertitel lesen! Aber diesmal kam es mir ja zum Vorteil, denn Englisch versteh ich ja. ;)

Auf dem Heimweg nach unserem Kinobesuch
 Am Freitag hieß es auf zum Incheoner Immigration Office und Fingerabdrücke nehmen lassen! Wenn man nämlich so wie ich, ein "Ausländer" in Korea ist, der länger als 90 Tage bleibt muss man eine sogenannte "Alien Registration Card" beantragen, für die man auch die Fingerdrücke nehmen lassen muss. Am frühen Nachmittag ging ich dann also zum Treffpunkt vom International Office (die für uns internationale Studenten einen Bus reserviert hatten) und fuhr dann von dort aus mit der riesen Menge an Studenten zum Office. Dort angekommen ging alles relativ schnell und dann fand man sich in 4er-Gruppen zusammen und nahm ein Taxi wieder zurück zur Uni, denn das gute International Office hatte nur eine Strecke für uns organisiert, den Rückweg mussten wir selber finden. Aber halb so wild, schnell ein Taxi genommen und letztenendes hat es auch nicht viel gekostet, da man ja durch 4 geteilt hat. Also wir am Backgate der Uni ankamen, waren wir so hungrig (wir hatten noch kein Mittag gegessen), dass wir uns nochmal für eine Runde Cheese that loves Jjimdak entschieden haben. So lecker!!!! Das glaubt ihr kaum! Später am Freitag kam dann noch Susanna zumir und hat ihre Wäsche gewaschen und am Abend sind wir dann gemeinsam zum Treffen mit den anderen (hauptsächlich Deutschen) gegangen, wo wir dann alles für unseren Kurz-Trip nach Jeju geplant und gebucht haben (Jeju ist eine kleine Insel im Süden Koreas, ich fliege dort nach den Midterms/Zwischenprüfungen hin, mehr Infos dann wenn es soweit ist!). Und das war es dann auch schon für Freitag. Wir sind danach alle nach Hause gegangen, denn am Samstag wollten wir nach Bukchon fahren - in die traditionelle Hanok Village.
Und das haben wir dann auch gemacht! Wieder hieß es relativ früh aus den Federn und auf nach Seoul! Bukchon Hanok Village ist wie eben schon gesagt, ein traditioneller Teil der Stadt, wo vor allem die Architektur beibehalten wurde bzw. die kleinen Häuser im alten Stil renoviert wurden. Dort kann man auch sogenannte Hanok Stays (Übernachtungen in einem solchen Haus) machen und allgemein auch gut Shoppen und traditionelle Speisen probieren. Aber wir hatten ein anderes Ziel: Hanboks anprobieren! Schon auf dem Hinweg haben wir hin uns wieder Mädels mit der traditionellen Kleidung gesehen und schon am Vortag hatten wir uns ausgemacht, dass wir auf jeden Fall diese Kleider probieren wollen.
In der Bahn - auf dem Weg nach Seoul

Auf dem Weg zur Hanok Village

Noch bevor wir aber in der Hanok Village angekommen waren bzw. auf dem Weg dorthin haben wir noch einen Halt an einem Tempel gemacht, dessen Hof und Umgebung so schön und festlich dekoriert war, für den anstehenden Geburtstag von Bhudda. Hier mal ein paar Bilder:














 Es war wirklich unglaublich schön anzusehen - die ganzen Farben und Laternen! Dann ging es aber weiter zur Hanok Village und zu den Hanboooooooks! :)

Begrüßt wurden wir von einer Jazz Gruppe,  die am Straßenrand spielte. Bevor ich jetzt euch tausende von Fotos im Hanbok schicke, hier erst einmal ein paar Bilder von der Hanok Village






Unser "Snack" in einem kleinen Restaurant - ja ihr seht richtig, Plastetisch und Plastehocker. Ich finde nie so wirklich das richtige Wort dafür, aber immer wenn ich schreibe, dass ich irgendwo essen gehen, dann kann das auch so wie hier aussehen. Nicht wirklich "fancy und schick" aber erfüllt für wenig Geld seinen Zweck.
Und dann hier noch ein Foto von dem kleinen Mister Fisch, den man an so gut wie jeder Ecke kaufen kann. Für 1000 Won bekommt man 2 solcher Fischis, die mit einer süßlichen schwarzen Bohnenpaste gefüllt sind. Lecker!



Aber jetzt ist es Zeit für die unglaublich schönen, vielen Fotos von mir und meinen Freunden in Hanboks!
  














Ganz interessant bei diesen Kleidern ist, dass hier vor allem die Brust klein geschnürt wird - das war vielleicht was, als mich die Dame aus dem Laden in das Hanbok gesteckt hat! Autschi! Haha, aber ich finde, dass die traditionelle Kleidung schon etwas hat, irgendwie. Hat mir super gefallen!!
Und so schnell war der Tag dann auch schon wieder um! Wir sind nach Hause gefahren und dann jeder zu sich nach Hause.

  

Und heute ist Sonntag und was mache ich - ausschlafen, entspannen und meinen kleinen Post hier schreiben.

Ich hoffe euch gefallen die Bilder!
Annyeong und bis später!
Eure Isabelle :)

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