Freitag, 3. März 2017

Die erste Woche an der INHA Universität! (27.02. - 03.03.)

Wie geht's wie steht's meine lieben Leser und Leserinnen? - Ich hoffe doch alles ist gut bei euch.
Ich habe soeben meine erste "richtige" Uni-Woche hinter mich gebracht und wenn ihr wissen möchtet, was ich so erlebt habe, dann lest gespannt weiter:

Vielleicht sollte ich euch zunächst meinen Stundenplan zeigen - der ist jedoch nicht final, da noch einiges an Entscheidungen aussteht. Wenn aber alles so klappt wie geplant, dann sieht es so aus:

Montag: 10:30 - 12:00 Basic Korean
             15:00 - 18:00 CSR Strategy and Cases

Dienstag: 10:30 - 12:00 International Finance and Banking
               13:30 - 15:00 Money and Banking

Mittwoch: 09:00 - 10:30 Basic Korean (wobei ich 10:00 Uhr gehen müsste)
                     10:00 - 13:00 Organizational Behaviour
               13:30 - 15:00 Money and Banking
               16:30 - 19:30 Understanding Korean Society

Donnerstag: 10:30 - 12:00 International Finance and Banking

Freitag: frei!

Das ist der Plan.
Am Montag war meine erste Vorlesung also Basic Korean! Der Dozent hat uns in seine Kursliste eintragen lassen (damit er uns für den Kurs registrieren kann) und hat dann relativ kurz über seinen Unterricht und die kommenden Stunden gesprochen. Nachdem wir Student uns auch einzeln vorgestellt hatten beendete er bereits nach 30 Minuten den Unterricht - übrigens war das in der jetztigen/ ersten Woche fast immer so, ich denke hier ist die erste Woche erst einmal so ein "gucken, in welche Kurse man reinkommt", da oftmals online die Kurse schon ausgebucht waren. Somit bin ich dann erstmal mit Freunden etwas zum Mittag essen gegangen, schließlich hatten wir ja noch bis 15:00 Uhr Zeit, bevor die nächste Klasse anfing. Als ich dann um 15:00 Uhr in den  entsprechenden Raum für CSR ging... nunja... waren dort nur ein paar verwirrte andere internationale Studenten, die meinten, dass auf dem Blatt (welches an der Tür hing) in Koreanisch stehe, dass der Unterricht ausfalle... na klasse. Fängt ja schon gut an hier! Aber an sich war ich ganz froh, da wir den Dozenten eh hätten fragen müssen, ob wir früher gehen dürfen, da um 17:00 Uhr das Buddy-Treffen anstand. Also hieß es dann erst einmal wieder etwas warten.... und als es dann 17:00 Uhr war, bin ich zum Auditorium im Main Building gegangen, dem Ort, an dem sich alle internationalen Studenten mit ihren Buddys (Koreaner, die sich sozusagen unserer annehmen und uns helfen) zum ersten Mal treffen. Info vorweg für euch: mein Buddy hatte sich schon am Sonntag per Mail bei mir gemeldet, dass sie es nicht schaffen würde dorthin zu gehen, weil sie arbeiten müsse... wieder mal typisch, immer ich. Aber na gut, egal. Vor dem Saal waren in riesig groß Listen aufgehangen, wo nochmals alle Studenten mit Buddys vermerkt waren, sowie eine Sitzordnung für den Saal. Ich war Gruppe 2 - und als ich mich dann in den Bereich für Gruppe 2 setzte, habe ich gesehen, dass ich wohl nicht die einzige bin, deren Buddy abgesagt hat, denn Gruppe 2 war im Gegensatz zu den anderen ziemlich mager vertreten.



 Das Meeting selbst war einfach eine Art lockeres Treffen, wo wir miteinander uns austauschen konnten. Insgesamt sind 126 Austauschstudenten an der Uni, einige sind auch "ganz allein" Repräsentanten ihres Landes. Witze wurden gemacht und kleine Spielchen wie "Wer hat den längsten Namen?" oder "Wer hatte die längste Anreise?" wurden gespielt und der jeweilige Sieger erhielt einen kleinen Preis. Doch schon nach circa 40 Minuten war das kleine Programm vorbei und alle begaben sich nach draußen, wo es, wie ihr auf dem Bild sehen könnt, etwas kleines zu Essen und ein Getränk gab. Ich habe mich dann noch mit einer Gruppe von Österreichern unterhalten und bin dann später nach Hause gegangen. Tag 1 - geschafft!
Am Dienstag morgen fiel dann erst einmal der International Finance and Banking Kurs aus... da habe ich mich gefragt, wieso ich überhaupt "so früh" (passt irgendwie nicht, aber für mich war es schon früh) aufgestanden bin. Das einzige, was wir wussten war, dass die Zeichen vorne an der Tafel für Ausfall stehen...
"Liebe Studenten, heute findet der Kurs nicht statt"... oder sowas.


Die Isabelle, wie sie sich ein bisschen verarscht fühlt, nachdem nun schon 2/3 ihrer bisherigen Kurse ausgefallen sind.

Ein Blick in den Raum - so sieht ein koreanischer Vorlesungraum aus.
Durch den Ausfall wussten wir erstmal nicht, wohin wir gehen sollten, aber dann hatten wir uns dafür entschieden, die Zeit in der ISL (International Student Lounge) zu verbringen. Dort sitzen meist engagierte und motivierte koreanische Studenten, die uns "Ausländern" gerne mit Rat und Tat helfen und sich gerne mit uns unterhalten. Gegen Mittag sind wir, bedingt durch den immer existenten Hunger, Mittag essen gegangen. Es gab - wie so oft - Gimbap (also das, was so wie eine Sushi-Rolle aussieht, aber es ist kein Sushi!). Money and Banking fand dann ganz normal statt... wobei das glaube ich das schlimmste Fach sein wird, welches ich belegen muss... denn der Dozent spricht sehr schlechtes Englisch, hat dazu einen dicken Akzent und wechselt (falls ihm das englische Wort nicht einfällt) sehr gerne ins Koreanisch... das wird was! Aber erst einmal hatte ich es überstanden. Am Dienstag sind wir Studenten von der DHBW erstmals auch zum International Office gegangen, um nach einem englischsprachigen Personal-Kurs zu fragen (lange Geschichte kurz: uns  bzw. der DHBW wurde versprochen, dass in diesem Semester ein englischsprachiger Personal/ HR-Kurs stattfinden wird, den wir unbedingt belegen müssen, weil es für uns das wichtigste Modul in diesem Semester ist. Hier angekommen haben wir aber herausfinden müssen, dass alle 6 Kurse die angeboten werden komplett auf Koreanisch sind... jaja, die asiatische Kultur...somit kämpfen wir gerade darum einen Organizational Behaviour, also Personal, Kurs neu zu eröffnen, doch das gestaltete sich schwieriger als gedacht und eine finale Entscheidung steht noch aus. Zurzeit - Stand Freitag - müssen sich 10 Leute für den neuen Kurs anmelden, damit dieser stattfindet, da aber nur 4-6 ihn wirklich brauchen ist es gerade ein Krampf die Leute zu motivieren sich dafür anzumelden.) 
Dann ging es erstmal nach Hause, kurz die Beine hochlegen, denn da am Mittwoch der koreanische Unabhängigkeitstag war und wir somit frei hatten, wollten wir als Gruppe etwas am Abend unternehmen. Kurz bevor ich dann los wollte klopfte es an meiner Tür, der Vermieter war da und streckte mir sein Telefon entgegen. Am anderen Ende hörte ich eine gebrochen englisch sprechende Stimme, die mir versuchte zu erklären, dass mein Vermieter mir morgen ein neues Bett in die Wohnung stellen möchte.... okay?? Wenn er das will... kurz hatten wir eine Zeit ausgemacht und schon bin ich zu meiner Truppe und es ging zum Essen.


 Wir hatten verschiedene kleine Gerichte, darunter unter anderem süße Pommes. Jaaaa, ihr hört richtig: über die Pommes wird ein Pulver geschüttet, welches einen so abartig süßen Geschmack erzeugt, dass es einfach nur eklig ist. Aber naja, wenn man die Massen an Pulver abgestrichen hat waren sie doch ganz okay. Nach dem Essen und  ein paar Flaschen Soju entschlossen wir uns ein Karaoke-Bang zu nehmen. Das ist ein Karaoke-Zimmer, in dem man als Gruppe feiern kann und seine liebsten Lieder schmettern kann. Ich muss sagen, es hat mir mega Spaß gemacht!!! Das werde ich sicherlich wiederholen!



 So sehr es Spaß gemacht hatte, so schnell verging auch die Zeit! Kurz vor Mitternacht ging ich dann nach Hause, schließlich musste ich ja relativ früh wach sein, ich kann ja nicht liegen bleiben, wenn mein Vermieter das Bett austauschen will. :D
Somit startete ich den Mittwoch verhältnismäßig früh und machte mich fertig, sodass ich dann alles fertig habe wenn Monsieur Vermieter mir mein neues Bett vorbeibringt. Jedoch habe ich wie immer nicht an die koreanische Art und Weise gedacht... denn der gute Mann kam später als verabredet, dafür aber mit 2 weiteren älteren Männern im Gespann. Schnell bauten sie mein altes Bett ab und das neue auf. Ich habe sogar eine nigelnagelneue Matratze bekommen... die aber härter war als die davor... Ouch!
Den Rest meines freien Mittwochs habe ich dann gleich auf dem neuen Bett verbracht, da es mir nicht ganz so gut ging bzw. ich die Nacht schlecht geschlafen hatte und somit einiges an Schlaf nachholen wollte. Übrigens kam die Müllabfuhr hier um 3:30 Uhr nachts! Und sie hat nen Heiden-Lärm gemacht, das glaubt ihr gar nicht! Aber so war dann wenigstens am Morgen der Müll, der sich hier doch schon vermehrt in den Straßen sammelt abtransportiert und weg - Platz für neue Müllhaufen wurde geschaffen, haha.
Am Donnerstag hatte ich dann meinen International Finance and Banking Kurs sowie einen Sales-Promotion Kurs (bei dem war ich nur erstmal um einen Ersatz zu haben, falls ich bei CSR nicht in den Kurs komme). Außerdem standen 2 sich fast täglich wiederholende Besuche im International Office an, um alles mögliche für den Personal-Kurs zu tun. Ansonsten habe ich mich am Donnerstag auch noch für ein High School Programm angemeldet, wo man als Student in Englisch über seine Heimat spricht und den koreanischen Schülern sein Land näher bringt. Am Abend sind wir dann als Gruppe wieder essen gegangen und hatten als Nachtisch Bingsu - ein Eis, was aussieht als wären es Schneeflocken.




Am Freitag hatte ich dann gegen Mittag nochmals den Sales Promotion Kurs, den ich jedoch wieder abwählen konnte, weil ich zum Glück mich für den CSR Kurs online registrieren konnte! YAY! Also doch keine Uni am Freitag!
Außerdem stand heute noch die Bezahlung meines Apartments an, welche ich bei der auf dem Campus befindlichen Hana Bank tätigte. Nachdem ich dort eine Nummer gezogen hatte und eine viertel Stunde gewartet hatte, bis man meine Nummer aufrief... wurde mir gesagt, dass ich so große Summen nur mit meinem Pass im Gepäck tätigen darf... na toll! Also erst einmal eine viertel Stunde nach Hause gehen, den Pass holen, eine viertel Stunde wieder hinlaufen und erneut eine Nummer ziehen. Diese neue Nummer hatte aber noch 38 Leute vor sich und so durfte ich diesmal 25 Minuten warten eh ich drankam. Dort am Schalter sitzend dauerte es dann weitere 40 Minuten (!!!) bis die Dame sagte, dass alles geklappt habe. Ich weiß, dann Freunde von mir die Prozedur in nur 15 Minuten hinter sich gebracht hatten und so fragte ich mich, ob irgendetwas nicht stimmte (vielleicht das Ü in meinem Nachnamen?), doch auch auf Nachfrage wurde mir mit der typischen asiatischen Nettigkeit gesagt, dass alles in Ordnung sei, wobei sie gleich danach sehr verwirrt in ihren Computer starrte...
Na egal, Geld ist überwiesen und fertig. Ich mache mir da jetzt keine Gedanken mehr drüber.

Heute wollen wir noch nach Incheon Chinatown und abends steht noch die Welcome Party der Uni und eine Party in Seoul an. Ich mache mich dann mal fertig und berichte euch mehr in meinem nächsten Post!

Einen schönen Abend wünscht euch

eure Isabelle!

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