Danach haben Marvin und ich uns entschieden mal den Campus der Universität zu besichtigen, der nicht viel weiter auf der anderen Straßenseite begann. Wir gingen also durch das Backgate der Uni und schlenderten über den Campus, vorbei an einem auf einer Säule stehenden Drachen und einem Flugzeug, einem kleinen See und vielen cool geschnittenen (oder gewachsenen?) Bäumen. Fotos muss ich euch leider etwas später nachreichen, da habe ich nicht wirklich dran gedacht gehabt, ich habe nur das folgende geschossen:
UPDATE: hier sind die versprochenen Bilder vom Campus!
Wir liefen vorbei an dem "Main Building", der Bibliothek und anderen Gebäuden, die für verschiedene Lehrstühle gedacht waren und erreichten dann die andere Seite des Campus, wo wir dann relativ nah einen Home plus - Markt gefunden haben. Dort gingen wir dann hinein - wurden jedoch bitter enttäuscht, da dort kein Essen und jegliche anderen Utensilien, sonder nur Kleidung zum Verkauf stand... also wieder raus dort. Auf dem Weg zu Straße haben wir dann noch Leute getroffen, die ich gestern im Shuttle Bus kennengelernt hatte, zusammen mit noch einer anderen Studentin. Zu fünft haben wir uns dann entschieden in einem kleinen Laden etwas zu essen, da wir alle Hunger hatten. Wir gingen in einen kleines Mini-Restaurant mit nur wenigen Sitzmöglichkeiten (was aber anscheinend typisch bzw. normal in Korea ist). Auch hier waren zum Glück englische Übersetzungen auf der Speisekarte und da die Bedienung ebenfalls kein Englisch konnte bat sie uns, unser gewünschtes Essen einzukreisen, was wir dann taten. Ich hatte Chicken Gimbap, sozusagen eine Sushi-Rolle gefüllt mit unter anderem Hühnchen.
Während wir dort saßen, erzählten uns die Mädels, dass man bei dem Homeplus eine Etage tiefer fahren müsse, um dort Essen und alles andere zufinden - haha, das hätte man sich bei dem riesen Gebäude denken können, dass es mehr als ein Stockwerk gibt! Naja, passiert... nachdem wir aufgegessen hatten sind wir also noch einmal zum Home plus Market gefahren und haben dort im Untergeschoss alles nötige eingekauft (Besteck, einen Topf, Reis, Seetang, Soja-Sauce, Lappen, Becher und Teller, Milch, Bananen... usw.). Da der Laden riesig war hat das ganz schön Zeit gekostet! Nachdem ich alles nach Hause gebracht hatte und kurz verschnauft hatte sind wir dann am Abend noch in ein Korean BBQ - All you can eat Restaurant gegangen und haben dort gegessen und auch Soju (den koreanischen Schnaps) zum ersten Mal probiert. Hier habe ich auch erstmal mehr oder minder "gut" mit Stäbchen gegessen, die ja neben dem Löffel das einzige Besteck sind.
Das Essen dauerte relativ lange, was man aber gar nicht mitbekam, da wir uns angeregt unterhielten und über die ganzen ersten Eindrücke austauschten. Auch beim bezahlen war ich dann überrascht: umgerechnet ungefähr 12€ für so ein riesen Essen und Getränke (und Alkohol)! Ich war begeistert. Jedoch sind wir dann alle nach Hause gegangen, da wir am nächsten Tag eine Orientation hatten. Auf dem Heimweg konnten wir jedoch noch einen kleinen Einblick auf das Nachtleben ergattern und haben uns zum Abschluss noch eine Waffel am Starßenstand gegönnt:
| Ich weiß nicht inwiefern man es sieht, aber überall blinkt und leuchtet es und an den Seiten sind viele kleine Läden, die die verschiedensten Sachen anbieten. |
Dann hieß es aber ab nach Hause, morgen früh um 9 Uhr war die erste Orientation von der Uni geplant!
Am Mittwoch gingen wir dann also zur Universität - um genauer zu sein zum Main Building in das Middle Auditorium, wo die Austauschstudenten begrüßt werden sollten und die sogenannte Alien Registration Card (der koreanische Personlausweis - wichtig vor allem für die Einreise nach Korea falls man außerhalb Urlaub machen sollte) beantragt werden sollte. Dort angekommen mussten wir uns erstmal je nach Unterkunft hinsetzen und wurden dann erst auf Englisch und dann auf Chinesisch begrüßt (ja... da es so verdammt viele Chinesen gibt wird extra für sie auch in Chinesisch die ganze Prozedur abgehalten). Ich jedoch musste bzw. durfte mich mit eher dürftigem Englisch begnügen. Verstanden hat man - trotz sehr leiser Stimme des Manner der zu uns gesprochen hat - trotzdem so gut wie alles. Uns wurde der Housing-Vertrag gegeben, den wir dann unterschreiben mussten und das Formular für die Alien Registration Card wurde erklärt und mit Informationen gefüllt. Außerdem wurden uns nochmal die Kurs-Einwahl-Regelungen erklärt und anderen Tätigkeiten beschrieben. Am Ende habe ich dann das Formular mit Geld (für die Herstellung bzw. Bearbeitung) abgegeben und dann war das Ganze schon vorbei.
Dann noch schnell in das International Student Center und dort meine Student ID abholen, die war nämlich schon abholbereit:
Eine nun etwas größer gewordene Truppe von Deutschen entschloss sich nach dem Abholen etwas zum Mittag essen zu gehen - diesmal ging es in ein kleines Lokal, welches in einer Seitenstraße versteckt lag und wir aßen gemeinsam verschiedenste Sorten von Gimbap, Fried Rice (frittierter Reis) und Bibimbap (ich habe leider kein Foto vom Essen gemacht, aber einfach mal bei Google eingeben und dann wisst ihr, wie es aussieht!).
| Hier das Lokal, in dem wir essen waren. Wieder typisch klein und alles natürlich - komplett auf Koreansich! |
Nach dem Essen ist jeder erstmal wieder nach Hause gegangen weil viele (und ich war es auch) müde waren und sich ne Runde hinlegen wollten bevor wir dann am Abend gemeinsam etwas Essen gehen und ein bisschen "Party" machen. Springen wir also zeitlich etwas nach vorne - da die Zwischenzeit relativ erlerbnislos war - zum Abend. Hier haben wir in einem anderen Restaurant gegessen:
Beim Essen lernten wir, wie ihr auf dem Bild sehen könnt, auch andere Koreaner kennen mit denen wir dann auch angestoßen haben. Diese haben uns dann den Club "Hands up" empfohlen, der wohl der beste in der Gegend hier sein soll. Vorab schonmal: Clubbing ist hier in Korea etwas anders. Natürlich gibt es Clubs wo laut Musik gespielt wird und Leute gedrängt tanzen und den Abend feiern, aber Hands up ist keiner dieser Clubs. Dort sitzt man eher und trinkt und erzählt oder spielt Dart bzw. andere Konsolen-Spiele. Tanzen ist hier eher nicht die Regel. Jedenfalls sind wir dann nach unserem Abendmahl dort zu dem Club gegangen und haben dort noch den Abend verbracht - so europäisch wie wir sind haben wir auch getanzt und ein bisschen mehr gefeiert, als es vielleicht sonst dort üblich ist. Upppsssii...
| Hier einer der wenigen Fotos, die ich in dem Club geschossen habe - alle natürlich ganz brav am Tisch sitzend! |
Am Donnerstag vormittag nahm ich mich dann einer etwas (für mich zumindest) größeren Sache an: der WASCHMASCHINE! Diese ist, wie ihr nämlich gleich sehen werdet komplett auf Koreanisch und somit für mich mehr als unverständlich. Nach meinem eher kläglichen Versuch die einzelnen Wörter zu übersetzen und nach Youtube-Videos wo die Programme beschrieben werden konnte ich jedoch "normal" und "Handwäsche" sowie "Heißes" bzw. "Kaltes Wasser" entziffern - das sollte wohl für's erste reichen. Ich ging zum nächsten, etwas größeren Lotte Market und kaufte mir dort dann Waschpulver und Weichspüler. Am Abend (nachdem ich wieder aus Bupyeong ankam, mehr dazu gleich) versuchte ich mich dann an meiner ersten Ladung und yay - es hatte alles gut geklappt!
Am Backgate hat sich unsere nun doch größtenteils deutsche Gruppe um 14:30 Uhr getroffen um nach Bupyeong zu fahren, einem Stadtteil von Incheon. Bevor dies aber für mich möglich war, musste ich eine T-Money-Card kaufen und diese mit Geld aufladen. In Korea ist das die einfachste (und ich glaube einzige) sowie schnellste Möglichkeit für die öffentliche Verkehrsmittelnutzung. Diese Karte wird beim Ein- und Ausstieg an eine Art Scanner gehalten, der dann entsprechend der Fahrtstrecke die Summe abzieht. Die Karte kann für Bus als auch Bahn genutzt werden. Beim Kauf meiner Karte konnte ich mir sogar ein Design aussuchen. Meine T-Money Card sieht also sooooo aus:
In Bupyeong angekommen sind wir dann ein wenig herumgelaufen und haben uns die Straßen und Einkaufsmöglichkeiten angesehen. Unter anderem kamen wir an einem größeren Lotte Markt vorbei, durch den wir gegangen sind, als wir gesehen haben, dass man dort Verkostungen machen kann. Bei größeren Märkten schein es Gang und Gebe zu sein diese anzubieten. Hier steht in jeder zweiten Reihe eine ältere Dame an einem Mini-Stand und bietet das Essen an, was im Regal oder Gefrierfach neben ihr verkauft wird. Super coole Sache! Somit probierten wir die unterschiedlichsten Sachen, von scharfen Ramen über Dumplings bis hin zu frittiertem Reis, Milch, Erdbeeren und Joghurt-Drinks so gut wie alles was angeboten wurde. Hammer! Nachdem wir uns denn Magen ein wenig vollgeschlagen hatten entschieden wir uns dafür ein Katzen-Café zu besuchen, was nicht allzu weit entfernt war. YAY! Die Herren der Schöpfung waren nicht so ganz dafür, aber wir Ladies haben sie einfach dazu gezwungen und so waren wir etwas später dort! Wir circa 7€ erhielten wir ein Getränk nach Wahl und "Eintritt" in das Café, wo so unglaublich viele süße Katzen waren! Hier ein paar Bilder:
Dort verbrachten wir eine längere Zeit und streichelten die Katzen, doch als uns der Hunger wieder eingeholt hatte sind wir dann 2 Stockwerke tiefer gegangen (das Café war im 5ten Stock) und haben dort zu Abend gegessen. Hier habe ich das erste Mal Oktopus und Dumplings probiert, wobei ich sagen muss, dass ich vom Oktopus nicht viel schmecken konnte, da die Soße in der er war, wirklich verdammt scharf war (haha, naja, das passiert, wenn man nicht lesen kann was im Menü steht und nur auf Bilder zeigt und diese bestellt, weil sie einen ansprechen). Aber halb so wild, satt geworden sind wir alle.
Das war es für heute von mir!
Ich hoffe bei euch ist alles gut!
Eure Isabelle


















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