Montag, 20. Februar 2017

Abschied nehmen - Hallo Korea!

Am Sonntag dem 19.02.2017 war es soweit - ich flog nach Korea!
Meine Flüge hatte ich schon im Dezember gebucht gehabt (danke nochmal an Tante Annett, die mir dabei geholfen hat) und somit hieß es für mich dann los nach Frankfurt um dann dort um 18:30 Uhr mit Asiana Airlines (einer koreanischen Fluggesellschaft) nach Incheon zu fliegen - natürlich hat mein Jan mich begleitet und ist mit mir zum Flughafen gefahren.
Noch kurz vor der Anreise habe ich dann einen Anruf von meinem Papa erhalten, der ganz unauffällig *zwinker zwinker* gefragt hatte, ob wir schon da seien: was für eine ÜBERRASCHUNG! Meine ganze Familie ist extra nach Frankfurt gefahren um sich von mir zu verabschieden! Das war wirklich unglaublich süß und es hat mich sehr gefreut, gerade weil ich es auch nicht wusste, zumindest bis vor dem Anruf. 
Relativ schnell haben wir dann auch alles gefunden und konnten meinen großen Koffer abgeben - hier dann die erste neue Info: der Flug hat Verspätung um 50 Minuten. Das fand ich aber gar nicht so schlecht, da ich somit noch etwas mehr Zeit mit meiner Familie und meinem Freund verbringen konnte. Nachdem wir dann das große und schwere Gepäckstück losgeworden sind, sind wir noch einmal gemeinsam Essen gegangen, ganz familiär im McDonalds am Flughafen und haben dort auch an der nahegelegenen Flug-/Besichtigungsterasse (zumindest von innen) einen Blick auf die draußen fahrenden und teils auch startenden Flugzeuge werfen können. Doch die Zeit ging schneller um als man dachte und es hieß zurück zum Check-In und gegen 18:15 Uhr Abschied nehmen, denn nur ich konnte mit meinem Ticket in den Bereich hinter dem Security-Check. Gesagt, getan (ich glaube ich brauche nicht ausschweifend darüber erzählen wie wir uns verabschieded haben, ich hoffe es ist mir verziehen). Nachdem ich dann die Sicherheits-Prozedur hinter mich gebracht hatte (Koffer-/Körperscan), suchte ich nun nach meinem Gate, an dem das Boarding stattfinden würde. Vorbei an Duty-Free-Läden und nach einer weiteren Passkontrolle, habe ich dann das richtige Gate gefunden gehabt. Somit hieß es nun noch ein wenig warten - schließlich ist Boarding ja erst 19:00 Uhr (laut Ticket).

18:50 Uhr ging es dann aber schon los mit dem Boarding: alle bildeten eine lange Reihe und holten ihren Pass und ihr Flugticket raus. Nach einer letzten Kontrolle ging es dann ins Flugzeug, wo man von überaus freundlichen, koreanischen Stewardessen begrüßt wurde und gesagt bekommen hat, welchen der beiden Gänge man zu seinem Platz gehen soll. Mein Platz war 22A, ein Fensterplatz. Nachdem ich diesen gefunden hatte und alles verstaut war kam in mir doch schon ein Gefühl der Nervosität auf, schließlich wurde es jetzt doch so allmählig ernst. Der Flug startete und eine koreanische Stimme machte erste Ansagen.... und die Reise begann:





Der Flug war an sich ganz ruhig und entspannt, jedoch habe ich nicht viel schlafen können - warum auch immer. Was ich interessant fand, war, dass zu Beginn kleine "Einmal-Schlappen" ausgeteilt wurde und sich auch vor allem die Koreaner direkt daran machten, ihre Schuhe auszuziehen und die Latschen anzuziehen - erste kulturelle Eigenheit .... CHECK! Naja, ich denke, herzlich viel kann ich ansonsten nicht erzählen, da hier nicht sonderlich viel passiert ist. Jedoch ist vielleicht noch ganz interessant, was ich zu Essen bekommen habe. Hier also mein Abendbrot und dann mein Frühstück. Ebenfalls hat man ungefähr jede Stunde ein Wasser oder einen Orangensaft erhalten. Ich fand den "Service" wirklich sehr angenehm, das Essen war auch lecker. :P
Das Abendbrot - Rind mit Kartoffelbrei und Gemüse

 














Und das Frühstück - Würstchen mit Ei, ein paar Früchte und Brötchen

Um 13:25 Uhr bin ich dann in Incheon in Südkorea gelandet! YAY! 




Nachdem ich mit meinem Handgepäck den Flieger verlassen hatte ging es  erst einmal zur "Immigration", wo nochmals mein Pass kontrolliert wurde und Fingerabdrücke meiner Zeigefinger genommen wurde. Fotos und Videoaufnahmen waren hier verboten, daher kann ich euch leider kein Bild liefern. :o Danach habe ich am Gepäckband meinen Koffer abholen können - der übrigens perfekt gerade das Laufband entlangfuhr, als ich dort ankam. Noch schnell etwas Geld an der gleich dort stehenden Money Exchange - Bank getauscht und schon war ich hier - in Südkorea!
 Da ich aber erst um 18:00 Uhr mit einem Shuttle Bus meiner Universität abgeholt und zu meiner Unterkunft gebracht wurde, hieß es noch ein wenig warten für mich. Als erstes habe ich mich etwas zu trinken gekauft und dann mich für meine Kurse an der Uni registriert. Was ich besonders lustig fand: die Mitarbeiter des Flughafens, die dafür gesorgt haben dass immer ausreichend Gepäckwagen sind, hatten wie ein kleines Mobil auf dem sie standen, welches beim Fahren eine laute Musik gespielt hat (es hat sich wie Kinderspielzeug angehört und war super niedlich anzusehen)! Und noch ein anderes Highlight des Tages:
Sehr ungewohnt - hier bitte nicht auf der Toilette hocken!
Um 18:00 Uhr habe ich dann, zusammen mit vielen anderen Studenten aus den unterschiedlichsten Ländern (jedoch ein Großteil an Chinesen) auf unseren Menschen aus der Universität gewartet, der uns zu unserern Unterkünften bringen würde. Und da war er auch schon - er stellte sich mit Tommy vor, nicht seinem richtigen Namen, aber dem Namen den wir "Westler" uns besser merken und aussprechen können. Er ging relativ schnell die Namesliste durch und dann gingen wir raus zu der Stelle an dem der Bus hielt. Leider war das dort, wo man nur ganz kurz halten durfte, daher mussten wir dann noch einmal kurz warten bis er dann eine Straßenreihe dahinter anhielt, wo man länger stehen konnte. Der Bus wurde mit dem ganzen Gepäck beladen und die Leute stiegen in den Bus ein - aber es war nicht genug Platz! Weder für die Koffer hatte der Stauraum unten ausgereicht, noch die Sitzplätze für die Passagiere. Letztendlich mussten dann 3 Personen im Gang des Busses stehen und circa 15 Koffer füllten den Rest des Ganges, alle übereinander gestapelt! Einige Studenten machten Jokes, dass dies die neue Mauer sei, die Trump errichten will, aber eins sei gesagt - sicher war das nicht! Auch hier schien es, dass die Koreaner eine schlechte Organisation zu haben, denn wirklich alles ging gefühlt drunter und drüber. Nach gut einer halben Stunde Probiererei hatten es dann alle in den Bus geschafft und unser Tommy war der Koffer-Blocker ganz vorne im Gang, damit diese beim Bremsen nicht nach vorne sausten. Der Shuttle Bus hatte 3 Haltestellen - Dormitory 2 (für alle internationalen Studenten, die in den Studentenwonheimen in 4-Personen-Zimmern schlafen wollten), dann Dormitory 1 (dieses war nur für die chinesischen Studenten reserviert) und dann die Off-Campus Variante, für die ich mich entschieden hatte. Durch Verkehr und längeren Wartezeiten durch das Ein- und Aussteigen kamen wir nun gegen 19:50 Uhr dort an, wo uns (mich und 2 weitere Studenten) Jim begrüßte. Er zeigte uns, wo wir wohnen und half uns auch mit dem ersten Einkauf hier, denn Bettwäsche und Klopapier sowie jegliche andere Dinge, die man eigentlich alltäglich braucht, waren nicht vorhanden und mussten gekauft werden. Hier ein paar Eindrücke, wie mein Apartment zum Einzug aussah:
Das ist die Eingangstür - ganz koreanisch werden dort gleich die Schuhe ausgezogen, da man mit Schuhen für draußen den Wohnbereich nicht betritt. Rechts an der Seite könnt ihr schon meine kleine Mini-Küche erahnen.

Meine kleine Küche - sie bietet viel Stauraum da sie leider komplett leer ist, Töpfe/ Pfannen /Besteck.. alles nicht vorhanden, aber hez, halb so wild! Erstmal ein an sich guter und sauberer Eindruck!


Links von uns ist noch die Küche, dann gibt es wie einen Raumtrenner, den ihr sehen könnt und dann geht es in mein Zimmer, in dem ich lebe (hier schon mit gekaufter Bettwäsche).




Jaaaaa... die Klobrille fehlt hier auf dem Bild... die wurde dann noch etwas später am Abend von einem älteren Mann "nachgeliefert".

Links in der Ecke hängt meine Dusche - hier wird im Bad geduscht und es gibt keine separate Dusche
Das hier ist der kleine Raum hinter dem Bett sozusagen (getrennt durch einen weiteren Raumtrenner). Ihr schaut gerade auf die Waschmaschine.



So sieht meine kleine Wohnung für die nächsten Monate aus! Und ich muss sagen (nachdem die Klobrille dann da war und auch das Rollo, was ihr im vorletzten Bild in pink seht, angebaut wurde), dass ich wirklich zufrieden bin! Klein aber fein. Am Abend ging ich dann noch in den kleinen Laden der direkt an der Straßenecke ist und habe mir noch mehr zu Trinken und ein paar Kekse gekauft, damit ich nicht verdurste und zumindest was kleines im Magen habe - am nächsten Tag habe ich mir vorgenommen einkaufen zu gehen, sodass ich auch Essen bei mir habe.


Jetzt heißt es sich erst einmal einleben und die Gegend erkunden!
Soweit war es das erstmal von mir!

Grüße aus Südkorea!
Eure Isabelle

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