Die etwas größere, überwiegend deutsche Gruppe hatte sich jetzt in den wenigen Tagen ganz gut etabliert gehabt und somit schmiedeten wir den Plan Freitag und Samstag in Seoul zu verbingen um überwiegend Party zu machen und die 2 Stadtteile ein wenig zu erkunden. Am Freitag trafen wir uns um 11:00 Uhr vormittags und fuhren dann mit dem Bus nach Juan wo wir dann in die Bahn umstiegen um direkt nach Seoul zu fahren.
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| Auf dem Weg nach Seoul - in der Bahn! |
Gegen 14:00 Uhr haben wir dann in unserem Hostel "Hi Jun!" eingecheckt, welches sich nicht weit von der Haupt-Shopping-Laden-Essens-Party-Straße befand. Dort hatten wir zwei 4er und ein 3er Zimmer für die Nacht gebucht gehabt.
Als wir dann eingecheckt und unser Gepäck abgelegt hatten, hieß es dann noch ein wenig die Straßen von Hongdae erkunden, bevor wir dann abends feiern gehen würden.
Während unseres kleinen Erkundungsspazierganges haben wir auch wieder ein Tier-Café entdeckt, welches ich dann NATÜRLICH besuchen musste!
In diesem Café verging die Zeit so schnell, dass es dann schon fast plötzlich Abend war. Somit ging unserer kleine Gruppe von "Streichlern" zurück ins Hostel, wo wir "vorglühten" und lustige Spiele spielten. Später am Abend sind wir dann in den Club M2 gegangen - der von dem Hostel-Mitarbeiter wärmstens empfohlen wurde.
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| Liebe Familie und Freunde - nehmt es mir nicht übel, aber ja, auch ich trinke einmal Alkohol... ich bin Student, da muss ich das doch Ab und An mal machen! ;) |
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| Partytime im Club! |
Nach viel zu wenig Schlaf sind wir dann am Samstag aus dem Hostel ausgecheckt und machten uns auf den Weg zum Seouler Stadtteil Itaewon - angeblich das Ausländerviertel schlechthin. Auf dem Weg dorthin sind wir an einem riesigen Laden vorbeigekommen - einen Kakao-Friends Store! Hier muss ich euch kurz erklären, dass man in Korea nicht wie in Deutschland Whatsapp nutzt um miteinander zu kommunizieren, sondern KakaoTalk. Das ist also eine App, die ganz ähnlich wie Whatsapp ein Chatprogramm ist, was vor allem von der Jugend genutzt wird. In diesem Chat gibt es auch spezielle Smiley und Emoticons, die verwendet werden um seine Gefühle auszudrücken und genau das sind die Kakao Friends! Hier werden die verschiedenen Smiley-Charaktere sehr vermarktet, sie sind süß und sind auf fast allem drauf, was es zu kaufen gibt!
| Die ersten 2 Etagen waren reine Verkausläden, in der dritten Etage war ein kleines Café im KakaoTalk-Stil! Hier hätte ich ewig bleiben können, alles war so süß! |
In Itaewon selbst war recht wenig los - was aber sicherlich auch daran lag, dass es Sonntag Mittag/ früher Nachmittag war und somit viele Läden geschlossen waren bzw. nur sehr wenig Menschen unterwegs waren. An einer Sache kam ich aber nicht dran vorbei - Socken! Auf dem Fußweg der Hauptstraße waren viele kleinere Läden, darunter auch ein Sockenladen, bei dem ich einfach anhalten musste. Für nur 1.000 Won (geschätzt würde ich sagen so circa 80 Cent) gab es Socken mit den verschiedensten Mustern und Aufdrucken! Ich war im 7. Himmel und habe zugegriffen!
Gegen 15:00 Uhr sind wir dann wieder in Richtung Seouler Stadtzentrum gefahren, weil sich dort auch der Streetfood-Market befand und bei uns so langsam der Magen wieder anfing zu knurren. Auf dem Weg dorthin sind wir an einer Art Tor vorbeigekommen: dem Sungnyemun Gate. Was ziemlich cool dabei war, ist der Fakt das Tradition und Moderne so nah beieinander liegen - links die Hochhäuser und eine riesige Straße und rechts dieses Tor, einfach unglaublich.
Vielleicht erzähle ich an dieser Stelle kurz, was ich online zu diesem Gate gefunden habe:
Das Namdaemun (kor.: „großes Südtor“; offizieller Name: Sungnyemun: „Tor der ehrwürdigen Sitte“) ist eines der drei verbliebenen historischen Stadttore der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.
Das Namdaemun war das größte Holzgebäude in Seoul und wurde ursprünglich im Jahr 1395 unter König Taejo erbaut. Im Jahr 1447 wurde es während der Herrschaft des Königs Sejong grundlegend umgebaut.
Die damals gebaute Stadtmauer wurde ursprünglich gebaut, um die Stadt vor Tigern zu schützen. Die Tore wurden täglich geöffnet und geschlossen. Um dies zu signalisieren, wurde eine laute Glocke geläutet. Die Mauer, welche ab 1907 abgerissen wurde, steht heute nur noch teilweise auf Hügeln im Norden und im Süden der Stadt.
Während des Koreakriegs wurde es schwer beschädigt, aber 1962 repariert. Am 20. Dezember 1962 wurde es zum Nationalschatz Nr. 1 erklärt.
Nachdem wir durch das Tor gegangen waren, hörten wir wie unglaublich viele Menschen lautstarkt demonstrierten. Da wir etwas weiter weg waren (und sehr hungrig) sind wir nicht näher heran um eventuell das ein oder andere zu lesen oder zu hören. Ich nehme an, dass es eine Demonstration für oder gegen (wahrscheinlich eher gegen) die aktuelle Präseidentin Südkoreas war, die in einen Korruptionsskandal verwickelt ist.
| Ich weiß, ich weiß... man sieht nicht sehr viel, aber man kann durchaus die vielen Flaggen erkennen und (wenn man etwas reinzoomt) auch die Menschenmassen. |
Ein paar Minuten später sind wir dann (endlich) an unserem Ziel angekommen: der Streetfood-Market! Hier gibt es dicht and dicht auf der Straße alles mögliche was man sich wünscht - entweder frisch zubereitet oder auch roh zum mitnehmen! Anbei jetzt auch gleich ein paar Eindrücke:
Während unseres Spazierganges sind wir übrigens auch an der "Bank of Korea" vorbeigekommen. Da musste ich gleich an meinen Papa denken und habe ein Foto geschossen:
| Tadaaaa - die Bank of Korea! |
Dementsprechend lasse ich es heute ruhig und entspannt angehen, eine Erholung ist echt bitter nötig. Nachdem ich ausgeschlafen hatte bin ich nur kurz mit Susanna (eine polnischen Studentin, die auch an den Vortagen mit dabei war) zusammen einkaufen gegangen. Zwar haben einige Läden sonntags zu, aber nicht alle - was wirklich gut war, denn ich hatte fast nichts mehr Zuhause.
Und ja, jetzt sitze ich hier am Schreibtisch und tippe euch meinen kleinen Bericht, mehr wird sicherlich auch nicht mehr passieren, es ist doch schließlich Sonntag. ;)
Morgen geht dann die Uni los, mal sehen was da auf mich zukommen wird!
Liebe Grüße aus dem kalten Korea!
Eure Isabelle














